Donnerstag, 15. April 2010

Tag 2, Alken - Karden

Der zweite tag, und schon eine beschwerde. Jeder kennt das gefühl mit dem falschen fuß aufgestanden zu sein, aber wenn man mit beiden falschen füßen aufsteht und sich dann auch noch rausstellt es sind die beiden richtigen, dann weiß man, dass der weg gestern nicht ohne war...
An den füßen konnte man gestern abend auch schon erahnen wo am nächsten tag die blasen zu finden sind, und eine genaue begutachtung ergab leider nichts gegenteiliges. Also das ganze heute einfach mal mit zwei socken probieren. Die idee ist super, nur man sollte es dann auch dabei belassen, nicht dass jemand nach einer woche mit sieben socken übereinander zum wandern loszieht, da sind dann irgendwann die schuhe überflüssig.
Der weg selbst heute war sogar noch schöner als gestern, sehr abwechslungsreich. Das wort trifft aber auch auf die beschilderung mit den wegweisenden jakobsmuscheln zu, die in ihrer funktion etwas zu viel spielraum und fantasie lassen was die interpretation angeht. So kann es manchmal sein dass man an einer weggabelung ankommt und es die muschel faszinierenderweise schafft exakt die mitte der beiden zu treffen. Hier ist guter rat teuer, meist einen euro (kopf: links, zahl: rechts). Aber die muscheln versuchen dann auch wieder sich bei dem drei-kilometer-in-die-falsche-richtung-und-irgendwann-wieder-umgekehrten pilgern zu revanchieren. Das sieht dann so aus, dass an einer abzweigung (90 grad nach links und 90 grad nach rechts) eine muschel nach rechts zeigt, und im umkreis von drei metern sich nochmal zwei muscheln finden die der ersten muschel recht geben wollen und ebenfalls nach rechts zeigen. Aber im großen und ganzen ist augen offen halten angesagt und selbst bei abrasierten straßenpfosten eine genau obduktion durchzuführen, da dort manchmal der alles entscheidende muschelaufkleber drauf sein könnte.

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