Samstag, 17. April 2010

Fortsetzung...

Im nächsten dorf angekommen, vorbei an dem schild "traumpfade vorrübergend gesperrt" (warum findet man so etwas erst am ende?) fällt mir ein sehr alter mann auf, der in seiner werkstatt an der Straße sitzt und aus steinen figuren haut. Nach einem langen gespräch mit ihm (und in faszination von seinem dialekt, eine mischung aus kaptain blaubär und kaptain iglu) drück er mir hammer und meisel in die hand und will sehen was ich kann. Ich war total überrascht, ich schaffte es doch tatsächlich aus einem unförmigen stein einen noch unförmigeren zu machen. Als einzigstes schönes nennenswertes ereignis wär noch der ritt auf einem esel zu erwähnen nachdem der bauer gesehen hatte dass ich mich dem tierchen schon eine halbe stunde witme. Nagut, ritt darf man ja nur sagen wenn sich das tier unter einem in bewegung setzt. Also sagen wir mal ich bin zumindest draufgesessen. Der schöne tag nahm dann aber sehr aprupt eine bittere wendung. Um es kurz zu machen, ich wurde im wald gestochen von einer biene, wespe, oder hummel (wenn die so was können dann kommt die auch noch in frage). Jedenfalls bin ich gegen wespen allergisch und jeder hat schon mal das wort anaphylaktischer schock gehört, und irgendwo im menschleeren wald kommt das gar nicht gut. Das einzigste mittel das zur hand war, war eines der Gruppe benzodiazepine welches auch bei einem epileptischer schock angewendet wird. Also warum auch nicht hier. Nach ein paar stunden delirium ging es dann irgendwie weiter, raus aus dem wald. Das handy als taschenlampe. Da um halb 11 bekanntlich keine Herbergen mehr geöffnet haben musste die nacht unter der brücke verbracht werden, im wahrsten sinne des wortes. Der Handyakku war dem tode nahe, was auch den späten blogeintrag erklärt. Aber alles halb so wild, ich habe den ganzen Tag mit und an der Mosel verbracht, also warum auch nicht die nacht. Es ist halt wie es ist, und es muss weiter gehen...

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