Der pfad verläuft in schlangenlinien, die entfernung vom dorf zum schlossherrn (könig?) wird künstlich in die länge gezogen. War es vllt sogar gewollt, oder geschah das ganze ohne hintergedanken, und nur wir menschen aus dem 20. jahrhundert sehen das ganze als unsinnig, weil wir schon von klein auf gepolt sind, kürzester weg - zeit sparen - zeit ist geld. Ich weiß es nicht, kann sein dass sich zu dieser zeit niemand einen kopf darüber gemacht hat, kann aber auch genausogut sein dass damals selbst den hoffnarren auf dem weg das lachen vergangen ist...
Die frage hat mich noch längere zeit beschäftigt, bis mir bewusst geworden ist, dass ich den grundsatz noch nicht verinnerlicht habe:
"Der weg ist das Ziel"
Oben am schloss angekommen wird man von der aussicht überwältigt. Ich kann leider nicht mit fachbegriffen wie barock oder keltisch punkten, deshalb müsst ihr euch mit der aussage begnügen, dass das schloss selbst einfach nur wunderschön und respekt einflösend ist. Die einzigste aussage die ich noch treffen kann ist, es waren sehr, sehr viele steine nötig und es war bestimmt kann spaß die den schlangenpass hochzuschleppen. Die ein oder anderen flüche und ausdrücke haben wir sicherlich dieser epoche zu verdanken...
Die restlichen 5 stunden zu fuß verliefen ohne besondere ereignisse oder zwischenfälle (außer die schmerzenden füße, aber die gingen nahtlos von der kategorie zwischenfälle in die kategorie ständige begleiterscheinung über.)
In Alken angekommen war die dämmerung schon im endstadium und nach der dritten absage fand sich eine passende bleibe. Es ist ein kinderzimmer, einem älteren ehepaar gehört das haus. Nach einem kurzen gespräch drückt sie mir den zimmer- und hausschlüssel in die hand.
Ich lächle, und frage mich, warum ich eine tür vor ihr versperren kann, sie aber keine vor mir...
Mittwoch, 14. April 2010
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